Kulturgüter der Gemeinde Walchum
Veranstaltungsort für den Heimatverein und die ganze Gemeinde
Den zentralen Ortsmittelpunkt in der Gemeinde Walchum bildet der Bereich um das Heimathaus, dem ein Mehrgenerationenhaus, eine offene Bühne, der Dorfteich, ein Backhaus und eine Remise angeschlossen sind. So ist eine Einheit aus zahlreichen, harmonisch ineinandergreifenden, typisch ländlichen Elementen entstanden. Das ganze Jahr über finden hier Veranstaltungen statt – ein besonderer Höhepunkt ist der Weihnachtsmarkt im Advent.
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Ehemaliges Transformatorengebäude, heute genannt „Klepptorn“
Mit der Elektrifizierung im Jahr 1924 hielt der technische Fortschritt Einzug in Walchum. In diesem Zusammenhang entstand auch das Transformatorengebäude, das später zum „Klepptorn“ wurde. Die dort aufgehängte Glocke diente lange Zeit als Zeitzeichen und Totenglocke und ist bis heute ein prägendes Element im Dorf.
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Zum Gedenken an die gefallenen Soldaten beider Weltkriege
Das Ehrenmal ist ein zentraler Ort des Gedenkens an die Opfer von Krieg und Gewalt. Jährlich am Volkstrauertag findet eine Kranzniederlegung statt. Es steht für die Erinnerungskultur und den Wandel im Umgang mit der Vergangenheit.
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Kirche "Heilige Familie" Hasselbrock
Erbaut im Jahr 1952 in Hasselbrock
Die Kirche entstand aus dem Wunsch der Siedler nach einem eigenen Gotteshaus. Sie ist ein schlichter Backsteinbau und typisch für die Nachkriegszeit im Emsland. Bis heute steht sie für Gemeinschaft und den Aufbauwillen der damaligen Generation.
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Lager IV - Strafgefangenenlager von 1933-1945
Das Lager IV Walchum wurde im Mai 1935 als Strafgefangenenlager der Justiz für zunächst 500 Gefangene fertiggestellt. Die Bewachung übernahm anfangs eine Einheit der SA im Justizdienst, später ergänzt durch Justizbeamte. Während der Zeit des Nationalsozialismus diente das Lager der Inhaftierung und Zwangsarbeit. Die Gefangenen wurden vor allem zur Moorkultivierung eingesetzt. Dazu gehörten schwere Arbeiten wie Entwässerung, Straßen- und Wegebau sowie Torfabbau. Nach einer Erweiterung im Jahr 1939 waren zeitweise bis zu 1.000 Menschen im Lager untergebracht.
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Landschaft im Wandel von 1988 bis in die Zukunft
Der Herzogsee entstand durch den Abbau von Sand und Kies für den Autobahnbau. Das Gebiet wurde schrittweise erweitert und prägt heute die Landschaft. Nach Abschluss der Arbeiten soll hier ein Naturschutzgebiet entstehen.
Weitere Informationen zum Herzogsee
Grenze früher und heute
Die Zollhütte, auch „Krause-Villa“ genannt, wurde in den 1960er Jahren von dem Zollbeamten Walter Krause gebaut. Sie diente als Unterstand für den Grenzaufsichtsdienst. Die Beamten überwachten die sogenannte „grüne Grenze“. Ihre Aufgabe war es, Schmuggel zu verhindern und unerlaubte Grenzübertritte zu kontrollieren.
Der Grenzübergang am Hasselberg war nur tagsüber geöffnet. Er durfte nur zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Mofa genutzt werden. Es durften nur begrenzte Warenmengen mitgeführt werden. Mit dem Ende der Grenzkontrollen wurde die Zollhütte nicht mehr genutzt und verfiel.
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Eine Reise in Walchums verborgene Vergangenheit
Was heute kaum noch vorstellbar ist, lag hier einst verborgen: bei archäologischen Ausgrabungen im Walchumer Nordesch kamen erstaunliche Spuren vergangener Zeiten ans Licht. Bei dem spektakulären archäologischen Fund wurden fast 3000 Jahre alte Urnen-Gräberfelder, eine Siedlung aus der römischen Kaiserzeit sowie seltene Lederreste entdeckt. Zu den außergewöhnlichen Funden gehört eine seltene bronzene Gewandnadel. Die Funde erzählen von Menschen, die hier vor vielen Jahrhunderten lebten, arbeiteten, feierten und ihre Toten bestatteten.
Weitere Informationen zu den Archäologischen Funden
